Wie benutzt man ein Zimmergewächshaus?

 

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  1. Pflanz-ZubehörZuerst sollte man sich alle Utensilien zusammensammeln, die man zum Bestücken eines Zimmergewächshauses benötigt, damit der Arbeitsablauf dann flüssig vor sich gehen kann. So macht es einfach mehr Spass. Was genau man alles gebrauchen könnte sehen Sie auf dem Bild und wird genauestens im Artikel "Zubehör für das Mini-Gewächshaus" beschrieben.

  2. Suchen Sie sich möglichst ein helles Fenster aus, an dem Sie Ihr Minigewächshaus platzieren wollen und legen Sie dort die Heizmatte aus, damit sie sich entfalten kann.

    Pflanzen brauchen gerade in der Jungpflanzenphase sehr viel Licht ( 8-10 Stunden am Tag wäre ideal).
    Optimal wäre tatsächlich das Anbringen einer Pflanzenlampe direkt über dem Zimmergewächshaus, die diese Zeitspanne gewährleistet und die Bestrahlung senkrecht auf die Pflanzen fallen läßt.

    Da Pflanzen sich in ihrem Wachstum nach dem Licht richten, kann man nur auf diese Weise gerade und aufrechte Pflanzen ziehen. Kommt das Licht ausschließlich vom Fenster, werden sich die Keimlinge sofort in diese Richtung orientieren.

    Bedenken Sie aber, dass ein Südfenster auch wieder problematisch sein kann, da auch die Wintersonne sehr schnell sehr hohe Temperaturen im Gewächshaus produzieren kann und die zarten Keimlinge verbrennen läßt. Deswegen sollte man bei einem Platz im Südfenster unbedingt die Temperatur im Inneren des Gewächshauses kontrollieren und bei zu hohen Temperaturen ( über +28°C) durch Lüften Gegenmaßnahmen einleiten.

  3. Die Bodenwanne des Minigewächshauses wird direkt auf die Heizmatte gestellt.
    Dieser Schritt entfällt natürlich, wenn Sie ein Zimmergewächshaus mit integrierter Heizung besitzen.

  4. Absolut unerlässlich ist ein Thermometer im Inneren des Zimmergewächshauses das Ihnen Angaben über die Temperaturen und bestenfalls auch über die Luftfeuchtigkeit geben kann.
    Noch besser ist ein Thermostat, das die Temperatur im Inneren nicht nur messen kann, sondern bei Bedarf die Heizung oder Heizmatte reguliert, wenn zuvor festgelegte Temperaturgrenzen über- oder unterschritten werden.

    Wenn zusätzlich das Lüften notwendig wird, um die Temperatur zu regulieren, dann muß man jedoch selbst Hand anlegen, denn diese Aufgabe wurde im Zimmergewächshaus noch nicht automatisiert. Deswegen empfiehlt es sich an besonders sonnigen Tagen, das Minigewächshaus zu schattieren durch eine Abdeckung mit beispielsweise Frühbeet-Vlies.

  5. Nun wird das Substrat vorbereitet. Meistens verwendet man fertige Aussaaterde, Steinwollblöcke oder Torf- beziehungsweise Kokos-Quelltöpfchen.
    Aussaaterde kann natürlich auch bei Bedarf selbst angemischt werden. Kokos-Substrat gibt es fertig im Handel zu kaufen oder gepresst als Kokos-Blöcke, die erst in Wasser quellen müssen bevor man sie benutzen kann. Eine Gebrauchsanleitung für die Quelltöpfchen finden Sie hier.

  6. Befüllen Sie Ihre Anzucht-Töpfchen nun mit dem gewünschten Substrat und drücken Sie es gut an, so dass der Topf bis ca. 1 cm unter den Rand befüllt ist. Wer es ganz genau nimmt, der siebt die Erde durch ein Gartensieb und sortiert gröbere Stückchen aus. Zum Andrücken eignen sich entsprechend große Andrückbrettchen mit Griff, die man sich sehr gut selber basteln kann. Mit ihrer Hilfe entsteht eine schöne glatte Oberfläche.

  7. Jetzt kann das Saatgut auf die Substratoberfläche aufgebracht werden. Samen können beziehungsweise müssen eventuell schon vorpräpariert werden. Es bietet sich auf jeden Fall bei den meisten Samen an, sie vorquellen zu lassen. Dafür legt man die Samen für mindestens zwei Stunden in warmes Wasser ein.

    Ein heißer persönlicher Tip: Verwnden Sie Baldrianblüten-Extrakt in einer Mischung mit warmen Wasser von 1-2 ml Extrakt auf einen Liter Wasser zum Einlegen der Samen. Es ist grandios wie schnell und kräftig sich die Keimlinge aus diesen Samen entwickeln.

    Die Samen können vorsichtig auf die Substratoberfläche gestreut werden oder man bohrt mit Hilfe des Pikierstabes einige Löcher vor und platziert die Samenkörner direkt jeweils eins in einem Loch. Anschließend übersiebt man die Samen bei beiden Methoden wieder leicht mit etwas Substrat und drückt dieses an.

  8. Die Töpfchen werden nun in der Bodenwanne des Zimmergewächshauses platziert und mit Etiketten versehen, denn lassen Sie sich aus Erfahrung gesagt sein: Schon nach zwei Tagen können Sie sich nicht mehr hundertprozentig erinnern, welches Saatgut wo verwendet wurde und selbst ein geübter Gärtner kann die ersten keimenden Blättchen nicht immer der dazugehörigen Pflanzenart zuordnen.
    Nun kommt einer der wichtigsten Punkte, das Angießen. Das Substrat sollte einmal gut gewässert werden, so dass es sich komplett mit Wasser anreichern kann. Dabei sollen die Samen natürlich nicht weggeschwemmt werden und es sollte auch keine Staunässe entstehen. Es gibt deswegen spezielle Gießaufsätze, die einen ganz weichen Strahl verursachen. Überschüssiges Gießwasser muß anschließend eventuell aus der Bodenwanne entfernt werden.

    Dann wird die durchsichtige Abdeckhaube auf der Bodenwanne platziert. Die Heizung anschalten und das große Warten beginnt. Dabei -wie schon oft darauf hingewiesen- die Temperatur im Inneren des Gewächshauses im Auge behalten, die zwischen +15 und 20°C sein sollte (bei vielen Pflanzenarten natürlich auch höher. Beachten Sie dazu die Angaben zum Saatgut.) und die Feuchtigkeit. Diese läßt sich täglich mit einem Pumpsprüher erhöhen, denn das Substrat sollte nie austrocknen, aber auch nicht davonschwimmen.

  9. So kann es dann nach wenigen Tagen aussehen, wenn Temperatur, Licht und Feuchtigkeit stimmen.

    Viel Spaß beim Beobachten Ihrer neuen Pflanzen!