Klima im Gewächshaus

 
Das Gewächshaus bietet mit seinem abgeschlossenen, überschaubaren Raum je nach technischer Ausstattung nahezu alle Möglichkeiten spezifische Klimasituationen unabhängig vom Außenklima zu erzeugen. Dadurch können nahezu alle Pflanzen entsprechend ihres Heimatstandortes und den damit verbundenen Ansprüchen an die Wachstumsfaktoren: Licht, Luft, Wasser und Temperatur gedeihen.



Man unterscheidet je nach Temperatur verschiedene Gewächshaustypen, die unterschiedliche Funktionen erfüllen und unterschiedliches Zubehör benötigen. Vor einem Gewächshauskauf sollte sich der zukünftige Besitzer also wirklich Gedanken machen darüber, was er mit dem Gewächshaus machen möchte.

Folgende Typen werden unterschieden nach Temperierbarkeit im Winter:

  • - Das Kalthaus: Wird garnicht oder bis max. +12°C geheizt. Gibt es in zwei verschiedenen Variationen.
    • - unbeheizt: Verfügt über keine Heizung, friert im Winter bei Minusgraden durch, die Nutzung ist daher in der Regel auf die frostfreien Monate beschränkt, wird überwiegend für den Gemüse- und Kräuteranbau genutzt
    • - beheizt: Bleibt mit seiner Temperatur bei +2 bis +12°C im Winter, ebenfalls hauptsächlich genutzt für Gemüse- und Kräuteranbau sowie zur Überwinterung von Kübelpflanzen, manchen Palmen und südländischen Fruchtgehölzen als auch als Alpinenhaus.

  • - Das temperierte Gewächshaus: Hält im Winter die Temperatur bei +12 bis +18°C und ist damit ganzjährig für den Gemüseanbau einsetzbar. Zimmerpflanzen, Blumenzwiebeln, Blütenzweige, Stauden und Gehölze werden vorgetrieben und viele Orchideen, Palmen und Farne fühlen sich hier heimisch.

  • - Das Warmhaus: Wird ganzjährig auf +18 bis +24°C und wärmer geheizt. Dieses ist nur notwendig für die Zucht von speziellen tropischen Pflanzen wie manchen Orchideen und Bromelien. Wer sich so ein Gewächshaus anschaffen möchte, sollte sich reichhaltig mit dem Thema Energiekosten auseinandersetzen und auf keinen Fall an gut isolierenden Materialien für die Gewächshauseindeckung und -konstruktion sparen.



Natürlich besteht auch die Möglichkeit das Gewächshaus in verschiedene Temperaturzonen einzuteilen durch grundsätzlich fest installierte Trennwände oder mit Hilfe von Vorhängen aus stabiler Folie oder Noppenfolie. Das wärmste Abteil sollte sinnvollerweise aus energiespartechnischen Gründen in der Mitte des Gewächshauses liegen, da hier die Wärmeverluste am geringsten sind, während das kälteste Abteil an der sonnenabgewandten Seite geplant werden sollte.