Natürlich benötigt man zu allererst das Gewächshaus selbst.
Sollte man dieses erst erwerben müssen, dann gibt es ein paar Dinge zu überdenken für die Wahl des richtigen Exemplars. Zunächst sollte man sich überlegen, was man mit dem Gewächshaus machen möchte, denn es gibt beheizte oder unbeheizte sowie einfache Pikierkisten mit Deckel aus billigem Kunststoff oder solche aus hochwertigem und verschiedenste Größen.
Wenn ein eigener Garten vorhanden ist, den man mit vielen neuen Pflanzen bestücken kann oder wenn jemand eine passionierte Vorliebe für spezielle Pflanzen hat wie Orchideen oder Sukkulenten, dann empfiehlt sich auf jedem Fall ein hochwertigeres Gewächshaus mit Heizmöglichkeit und bestenfalls integriertem Thermostat.
Möchte man jedoch einfach nur mal ausprobieren, ob man gefallen daran findet, seine Küchenkräuter selbst zu ziehen, dann reicht vermutlich auch erstmal ein billigeres Exemplar ohne Heizung. Schließlich kann man ein Zimmergewächshaus bei Bedarf auch nachrüsten mit einer Heizmatte oder einem Heizkabel.
Viel wichtiger ist jedoch - egal für welchen konkreten Zweck man ein Zimmergewächshaus betreibt -, dass es unbedingt über irgendeine Form von Lüftungsmöglichkeit verfügen sollte.Aussaat-Substrat:
Das Anzucht-Substrat hat vor allem eine wichtige Eigenschaft: Es ist relativ nährstoffarm und beinhaltet nur eine bestimmte reduzierte Anzahl an abgestimmten Pflanzennährstoffen. Dieses verhindert, dass die jungen Pflanzen sofort in die Höhe schießen und damit lange relativ instabile Triebe bilden und fördert statt dessen ein gesundes Wurzelwachstum.
Aus diesem Grunde kommen drei verschiedene Typen an Aussaat-Substraten in Frage:
- -> spezielle Aussaaterde
- -> Kokossubstrat
- -> Steinwolle
Jeder muß dazu seine eigenen Vorlieben entwickeln. Natürlich gibt es auch Vorlieben der verschiedensten Pflanzen.
Letzendlich bestehen die Unterschiede im Preis, der Umweltverträglichkeit und der Wiederverwertbarkeit.
Pflanzschalen oder -töpfchen:
Es ist möglich das Ansaatsubstrat direkt in die Bodenwanne des Gewächshauses zu geben. Möglicherweise ist es aber besser in der Handhabung, wenn man die Pflanzen in gesonderten Gefäßen anzieht, denn dadurch kann man Staunässe leichter verhindern und mindert die Gefahr von Fäulnis und Schimmelbildung.
Auch in diesem Bereich bieten sich wieder verschiedene Möglichkeiten, abhängig von der Größe des Zimmergewächshauses und den eigenen Vorlieben:
- -> Anzucht in kleinen Plastik-Blumentöpfchen mit dem Substrat der eigenen Wahl. Wichtig ist, dass die Töpfe über ausreichende Drainagelöcher im Topfboden verfügen, um überschüssiges Gießwasser abgeben zu können.
- -> Topfplatten bestehen aus Kunststoff und bieten, je nach Ausführung, eigenen Platz für 50 bis 120 Pflänzchen in kleinen integrierten Töpfchen. Auch diese lassen sich natürlich mit unterschiedlichen Substraten befüllen.
- -> Pikierkisten:
Dabei handelt es sich um Pflanzschalen, die in verschiedenen Größen im Handel erhältlich sind. Im Grunde genommen versteht man darunter ein Pflanzgefäß mit Drainagelöchern, das bestenfalls genau in die Bodenwanne des Minigewächshauses passt. - -> Torf- oder Kokosquelltöpfchen:
Wenn man sie kauft, sehen sie aus wie kleine, flache Tabletten, denn man muß sie erst wässern bevor man sie benutzen kann. Torf- oder Kokosquelltöpfchen bestehen nämlich aus gepresstem und getrocknetem Substrat, das von einem feinen Netz umgeben ist. Je nach Art handelt es sich entweder um reine Kokosfaser oder um ein Torf-Erde-Gemisch.
Nach dem Aufquellen können Samen oder auch Steckling direkt oben in die Öffnung gedrückt werden. Man benötigt keinen weiteren Topf, sondern kann die Quelltöpfchen direkt in der Bodenwanne des Zimmergewächshauses platzieren. Dieses hat den Vorteil, dass die Wurzeln der Pflänzchen direkt durch das Netz wachsen können und sich dadurch ein gesundes und kräftiges Wurzelsystem ausbilden kann.
Die größere Pflanze kann mit Quelltopf umgepflanzt werden in einen größeren Topf oder auch direkt ins Freiland.
Quelltöpfe gibt es in verschiedenen Größen. - -> Anzucht-Strips:
Man versteht darunter ein Tablett bestehend aus mehreren kleinen Töpfchen, die aus einem biologisch abbaubaren Material bestehen wie Torf oder Zellulose. Bekannt sind sie auch unter dem Namen Jiffy-Tray.
Diese Töpfchen können je nach Wunsch mit Ansaaterde oder Kokossubstrat gefüllt werden und sowohl für Stecklinge als auch für Saatgut verwendet werden.
Dadurch, dass die Töpfchen zusammenhängen, lassen sie sich leichter handhaben und bewässern.
Auch hierfür gilt das Prinzip des gesunden Wurzelwachstums, denn diese können ganz leicht die Topfwände durchdringen und frei wachsen. Später kann man die Topfe dann einzeln umsetzen und muß sie nicht entfernen, was wiederum die Wurzeln schont. - -> Stecktray für Steinwollewürfel:
Ein Tablett aus Kunststoff mit drainagelöchern in dem Plätze für Steinwolleblöcke vorhanden sind.
Man kann es wiederverwerten, da die Steinwolleblöcke immer wieder ausgewechselt werden können, wenn Pflanzen umgesetzt werden.
Auch diese Variante eignet sich sowohl für Saatgut als auch Stecklinge.
Samen oder Stecklinge
Ganz klar, eines von beidem benötigt man, sonst bräuchte man ja kein Zimmergewächshaus.
Sehr gutes Saatgut für Krauter, Gemüse und alte Sorten finden sie bei:
Magic Garden Seeds.de- Andrückbrett
Andrückbrettchen gibt es in verschiedenen Größen im Handel entsprechend der üblichen Topfmaße in rund oder eckig.
Es vereinfacht das Andrücken der Erde im Topf sowie der Samen auf der Erde. Dadurch verdichtet man das Substrat, so dass keine unnötigen Hohlräume verbleiben, die eventuell sogar die Fäulnisbildung an den Wurzeln fördern können.
Man kann sie sich ganz leicht auch selber basteln.
Thermometer
Wenn Ihr Mini-Gewächshaus nicht über eine Heizung mit eingebautem Thermostat verfügt, dann sollten Sie sich auf jeden Fall ein Thermometer anschaffen, um die Temperatur im Inneren zu kontrollieren, denn die meisten Pflanzen benötigen konstante +18 - 22°C zum Keimen oder Bewurzeln.
Sollten Sie feststellen, dass diese Temperaturen noch nicht einmal annähernd erreicht werden, so sollte dringend etwas verändert werden. Beispielsweise könnte man ein unbeheiztes Gewächshaus zusätzlich mit Hilfe einer Heizmatte oder eines Heizkabels erwärmen.
Gießkanne und Pumpsprüher
Junge Triebe können unter Sturzbächen von Gießwasser leicht zu Grunde gehen. Um dieses zu vermeiden gibt es entweder spezielle Gießaufsätze für Gießkannen, die eine ganz weiche und leichte Dusche produzieren oder man verwendet einen Pumpsprüher, mit dem man noch einen feineren Wassernebel erzielen kann. Zusätzlich kann man bei Bedarf noch etwas Wasser in die Bodenwanne geben, so dass dieses auch von unten aufgesaugt werden kann.
Achtung: Die Töpfe sollen nicht im Wasser schwimmen. Überschüssiges Wasser nach einer gewissen Zeit entfernt, da sonst Staunässe entsteht.
Pflanzetiketten
Ordnung ist das halbe Leben. Gerade wenn man gleichzeitig verschiedene Pflanzen aussäht und in das Minigewächshaus stellt, so kann es anfänglich sehr leicht zu Verwechslungen kommen. Anfänglich sehen sich die Keimblättchen der verschiedenen Arten doch sehr ähnlich.
Deswegen lohnt es sich, die Töpfe zu markieren und das geht am einfachsten mit Stecketiketten. Diese sollten aus einem Material sein, das wasserabweisend ist oder nicht mit Wasser reagiert. Dann kann man sie häufiger wiederverwenden.
Im Handel gibt es viele Variationen aus Kunststoff, Holz, Kupfer oder Zink.
Pikierstab und Setzholz
Ein äußerst nützliches Gerät, mit dem man zum einen aufgelaufenen Triebe vereinzeln oder auch pikieren kann ohne die feinsten Würzelchen zu beschädigen. Zum anderen kann mann den Pikierstab auch verwenden, um die Löcher beim Umsetzen vorzubohren. Deswegen haben Pikierstäbe auch häufig ein dickeres und ein dünneres Ende.
Je nach Größenordnung spricht man von einem Pikierstab oder einem Setzholz beziehungsweise Setzpflock. Auch hier gibt es viele unterschiedliche Formen, Längen und Materialien. Man sollte es einfach einmal in die Hand nehmen, dann findet man schon heraus, welches einem am besten gefällt.- Gartensieb
Ein Gerät zum Sieben der Erde. Zwei Dinge lassen sich mit einem Gartensieb sehr gut erledigen: zuerst das Aussieben von kleinen Steinen und Resten von Unkrautwurzeln aus der Aussaaterde und dann das Übersieben von frischen Aussaaten mit der vorbereiteten Erde. Denn Blumen- und Gemüsesamen sind zumeist Dunkelkeimer, die, damit sie überhaupt auskeimen können, gleichmäßig von feiner Erde bedeckt sein müssen. Im Handel gibt es dafür flache Siebe aus Holz, Metall oder Kunststoff. Das ein oder andere Küchensieb kann jedoch ebenfalls sehr gut für diese Arbeit zweckentfremdet werden.

